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BAFM-Fachtag 2020 geplant für Dresden - jetzt online --



 13./14. Nov. 2020

Unterschiede und Gemeinsamkeiten

- jetzt online -
 


Wir wollten mutig sein und uns in diesen schwierigen Zeiten unbedingt treffen. Dresden schien ein wunderbarer Ort dafür zu sein. Die neuesten Infektionszahlen haben uns jedoch überzeugt. Wir müssen den ursprünglich für Dresden geplanten Fachtag in die virtuelle Welt verlegen, offen für Neues, aber mit unserer gesamten Expertise und unserem Gemeinschaftssinn!

Zum Thema:

Über die Wahrnehmung von Unterschieden definieren wir uns. Wenn sich Paare trennen, stehen die Unterschiede oft besonders im Fokus und erscheinen so groß und unüberbrückbar, dass sie über Gemeinsamkeiten kaum nachdenken wollen.
Wie gehen wir in der Mediation mit diesem Phänomen um, damit sich die Parteien gemeinsam an einen Tisch setzen, gemeinsam ihre Ressourcen einsetzen, gemeinsam am Ende eine Lösung ihrer Konflikte finden.
Unterschiede wahrnehmen, würdigen, sie in einen neuen Rahmen setzen,  als Ressource sehen, sie aber möglicherweise auch auf die eine oder andere Weise zu dekonstruieren sind Möglichkeiten, mit Unterschieden zuarbeiten.
Auf unserem Jubiläumsfachtag hatten wir Gelegenheit, uns mit unseren eigenen z.T. sehr unterschiedlichen Familienbildern zu beschäftigen. Auch nach 30 Jahren Mauerfall fiel auf, dass es in Ost und West sehr unterschiedliche Erfahrungen von Familie gibt. Das wollen wir aufnehmen.
Gleichzeitig wollen wir uns dem Phänomen „Unterschiede“ auch ganz generell nähern.

Als Keynotespeaker haben wir Prof. Dr. Heiko Kleve gewinnen können. Wir freuen uns sehr auf seinen Vortrag zu dem Thema:

„Einbruch der Freiheit: 1989 und 2020" - Neue Perspektiven in der Krise durch die Arbeit mit dem erweiterten Tetralemma

Heiko Kleve (https://heikokleve.wordpress.com/) ist Sozialwissenschaftler, stammt selbst aus den neuen Bundesländern und pendelt derzeit zwischen Potsdam und dem Ruhrgebiet.  Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Organisation und Entwicklung von Unternehmerfamilien am Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) der Universität Witten/Herdecke, systemischer Berater, Mediator und Supervisor.

In drei ergänzenden Workshops wollen wir das Thema Unterschiede weiter untersuchen.

1. Maria Marshall (IMS München, www.mediation-ims.de) - Einführung in „The Work von Byron Katie“.  
Byron Katie stellt die verstörende, doch häufig hilfreiche Frage: Ist das wirklich wahr?
Weitere Infos dazu in der ZKJ auf unserer Homepage unter https://www.bafm-mediation.de/site/assets/files/1104/zkj_4_19.pdf

2. Elisabeth Weitzell/ Burkhart Sauer (IMS Dresden, www.mediation-ims.de) – "Von der Eskalation in die Mediation?! - Der Übergang vom streitigen ins konsensuale Verfahren"     

Für uns Mediator*innen stellt es regelmäßig eine besondere Herausforderung dar, Konfliktparteien, die schon vor Gericht miteinander gestritten haben, für die Mediation tatsächlich zu gewinnen. Häufig dauert der Rechtsstreit schon mehrere Jahre an und ist hoch eskaliert. Der Wechsel ins Mediationsverfahren erfolgt regelmäßig nicht aus freien Stücken, sondern durch Druck von außen – vom Gericht, von erwachsenen Kindern oder sogar von Anwälten, die inzwischen selbst in diesem speziellen Fall des Streitens müde geworden sind.  
In dem Workshop möchten wir Euch über unsere Erfahrungen mit dieser Thematik berichten und uns mit Euch darüber austauschen, welche Methoden hilfreich sein können,  um den Übergang vom streitigen ins konsensuale Verfahren zu erleichtern.     

3.  Bernadette Näger und Kyra Mörchen (IKOM Bonn, https://ikom-bonn.de/) - "Unterschiede in der Sicht auf die gemeinsame Familiengeschichte und deren Folgen – Mediation nach intergenerationalen Beziehungsabbrüchen"

In ihrem Workshop möchten die Referentinnen beleuchten, wie wir mit unserem mediativen Handwerkszeug Menschen darin unterstützen können, nach einer Phase der Kommunikationslosigkeit ihren Kontakt auf passende und insbesondere verhandelte Weise wieder aufzunehmen. Anlass für diesen Wunsch nach einer Neuordnung sind häufig außergewöhnliche Lebensereignisse wie die Geburt von Kindern/Enkeln oder die schwere Erkrankung eines Familienmitglieds.

Herzlich danken wir allen Workshop-LeiterInnen, dass sie ihren Enthusiasmus und ihre Expertise mit uns teilen.

Danach geben wir Gelegenheit, dass sich die BAFM-Fachgruppen Familie und Kind, Erbmediation, Elder Mediation, Familienunternehmen, Cooperative Praxis und Wissenschaft/ Forschung mit jeweils spannenden Inputs, Austausch und Planung zur weiteren Arbeit online treffen können. Schreiben Sie uns,  welche Fachgruppe Sie intererssiert.

Am Samstag, 14. Nov. 2020 tagt ab 9 Uhr die BAFM-Mitgliederversammlung

Gäste sind herzlich willkommen!

Das Sprecherteam, die Regionalgruppe Dresden, die LeiterInnen der Fachgruppen und die Geschäftsstelle der BAFM freuen sich auf Ihre Teilnahme.

Organisatorisches:

Zeitplan:

Freitag, 13. Nov.

09:30    Einwahl und Ankommen
10:00    Begrüßung, Eröffnung
10:30    Vortrag, Prof. Dr. Heiko Kleve:  „Einbruch der Freiheit: 1989 und 2020" - Neue Perspektiven in der Krise durch die Arbeit mit dem erweiterten Tetralemma.
11:30    Pause
12:00    Vortrag und Diskussion Fortsetzung
13:00    Mittagspause
14:30     3 Workshops
16:00    Pause
16:30    Fachgruppen der BAFM
 

Samstag, 14.Nov.    
09:00    Mitgliederversammlung
10:30    Pause
11:00    Mitgliederversammlung
13:00    Mittagspause
14:00    Auswertung des  FT-online und Ideen für eine digitale BAFM-Zukunft

15:30    Ende des Fachtags

Tagungsort: wir tagen online! Nach Anmeldung werden Ihnen kurz vor Beginn der Veranstaltung die entsprechenden Zoom-Links zugesandt

Tagungsbeitrag:

  •   30 € (Mitglieder)
  •   50 € (Gäste)

Bitte überweisen Sie den entsprechenden Betrag unter dem Stichwort „BAFM-Fachtag“ auf das Konto der BAFM bei der Berliner Sparkasse, IBAN DE34 1005 0000 1150 0188 32
Anmeldeschluss 1.Nov. 2020: BAFM e.V., Spichernstr. 11, 10777 Berlin, 030/23628266, bafm@bafm-mediation.de ,

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