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Corinna und Carsten - Familien-Mediation unter Einbeziehung von Kindern


“Ich bin richtig stolz auf Mama und Papa. Oma hatte immer Sorge, dass Mama zu kurz kommt. Ich habe gerade verstanden, dass Papa ganz großzügig gegenüber Mama war. Das wird bestimmt auch Oma gefallen.“ (Zitat von Lukas, 16 Jahre, nach dem Mediationstermin mit beiden Kindern)

Corinna und Carsten Koch melden sich zur Mediation an. Sie sind seit 18 Jahren verheiratet und  haben zwei Kinder: Lukas 16 Jahre und Lea 13 Jahre. Zu Beginn der Mediation ist die künftige Wohnsituation bereits geklärt. Corinna will mit Lukas und Lea im Haus ihrer Eltern wohnen bleiben; Carsten ist auf Wohnungssuche.

Corinnas Eltern haben die Familie jahrelang mit praktischen Zuwendungen und Betreuung der Enkel unterstützt. Carstens Mutter hatte immer wieder größere Geldbeträge überwiesen, damit die junge Familie sich ein Haus baut. Die Realisierung des Hausprojekts scheitert an Carstens Erkrankung. Bei Carsten wurde Multiple Sklerose diagnostiziert. Die Erkrankung wird zunehmend zur Belastung für das Paar und ist Auslöser für die Trennung. Corinna und Carsten haben in vier Mediationsterminen eine Regelung zu den künftigen monatlichen Zahlungen und zur Aufteilung ihres Vermögens gefunden. Carsten hatte mittlerweile eine Wohnung gefunden; sein Auszug stand kurz bevor. Carsten und Corinna wollen nun die von ihnen getroffenen Entscheidungen um die kreativen Ideen ihrer Kinder Lukas und Lea ergänzen.

Die Einladung in die Kindersitzung haben Corinna und Carsten zu Hause gemeinsam an Lukas und Lea ausgesprochen. Beide Eltern haben dabei die Chance genutzt, ihren Kindern nochmals klar zu signalisieren, wie wichtig ihnen der Termin bei der Mediatorin und ihre aktive Mitarbeit sind. Corinna und Carsten haben Lukas und Lea auch versichert, dass sie in diesem Termin nur zuhören und ihre Aussagen weder bewerten noch kommentieren wollen.